D I N G E, an sich
Ding, Kunst, Kant und Zeitgenossen
Beiträge im Buch:
Michael Kos: Vorwort
Gerhard Jaschke: Ans Dinge-Ich
Burghart Schmidt: Objektive Fantasie und Lebensdistanz - Das Ding-an-sich-Problem der Kunst
Egon Straszer: Vor allen Dingen
Sylvie Aigner: Das Ding der Kunst: Zur Lust am Zwecklosen
Michael Kos: Die Ding-Skulptur
Johannes Rauchenberger: Schaufensterstücke oder wunderbare Speise
Sonja Gasparin: Dort Im Nebel Gräulich
Roland Girtler: Das Ding an sich im bunten Garten des Lebens
René Clemencic: Dinge sammeln
Norbert C. Kaser: ding, fettkraut
Friederike Mayröcker: Dinge
Patricia Brooks: Das Ding und der Schneemann
Lainer & Linhart: Kant verwursten
Franzobel: The Big Blowout
Wolfgang Walkensteiner: Loch im Leib
August Ruhs: Das psychoanalytische Ding
Martina Mair: Das dingliche Kind
aus dem Vorwort:
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Gerade in der Steinbildhauerei machen wir die Erfahrung, dass einem ein Mittel an die Hand gegeben ist, das in einer kreisenden, außersprachlichen Bemühung ein an sich aufsucht, das sich in Vernunftkategorien schwer finden lässt. Es scheint, dass hier noch eine Spielart des mythischen Denkens buchstäblich am Werk ist, die sich dem logischen Denken voransetzt (als Unterschied zwischen Kontext und Text; siehe Vilém Flusser: Die Schrift) und nicht nur dem Stand der Dinge, sondern auch dem Grund der Dinge annähert.
Der Dinglichkeitsaspekt der Steinbildhauerei tut natürlich auch das Seine, das Thema Ding interessant genug sein zu lassen, um einige zeitgenössische Sichtweisen darauf abzufragen. In eigener Hinsicht ist die vielfach beschworene Entobjektivierung der Kunst obsolet und zeigt sich lediglich als eine forcierte Position. Dennoch, der Diskurs darüber ist spannend.
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M. Kos, 2004