nicht realisiertes Projekt

"kommen, sein, gehen"

2005, Schriftklammern an der Bahnhofsarchitektur Schruns

 

Jede Intervention beginnt mit einer (In-)Fragestellung.

Das Projekt "kommen, sein, gehen" spielt mit der Trias der altbekannten Fragegruppe: woher kommst du? wer bist du? wohin gehst du?

Diese an sich existenziellen Fragen erhalten durch ihre Plazierung am Ort der Mobilität, am Bahnhof, eine durchaus pragmatische Färbung. Es sind solchermaßen auch die alltäglichen Fragen des Abreisens und Ankommens. Der Bahnhof ist ja auch Drehscheibe der verschiedensten persönlichen Gründe für alles Hin und Her.

Mittels kleiner Satzumstellungen und Abänderungen wird der Bahnhof Schruns zu einer Frage-Stellung: er hält ja auch die Stellung und ist der fixe Punkt im mobilen System. Er ist statisch und Station, in die nicht nur die Züge einfahren, sondern mit den Zügen die Menschen mit den unterschiedlichsten Motiven und Relationen zum Ort. Eine ganze Litanei von Fragen, die sich spielerisch aus der obigen Trias ableiten, empfängt die Reisenden und vertritt gleichsam die Positionen der Ankommenden sowie der Abfahrenden und der Bleibenden.